
Robotik in Zahlen
449Roboter je 10.000 Beschäftigte in der deutschen IndustrieIFR World Robotics 2025, Daten für 2024
79 %der befragten Unternehmen arbeiten an Physical AICapgemini Research Institute, Januar/Februar 2026
27 %setzen Physical AI bereits ein oder skalieren esCapgemini Research Institute, Januar/Februar 2026
Drei Blickwinkel auf Robotik
Roboter arbeiten längst in deutschen Fabriken. Neu ist die Software: Sie lässt die Maschine selbst entscheiden, wo früher eine feste Bahn programmiert war.
Andreas Reichert baut die Software für humanoide Roboter in der Fertigung. Christian Schlicht hat einen Laufroboter durch den Gebäudebetrieb geschickt. Johann Hofmann sorgt dafür, dass Maschinen und Daten zusammenpassen. Halle, Gebäude, Steuerung: drei Zugänge zum selben Thema.
Sein Unternehmen Lunes Robotics baut die Software, mit der humanoide Roboter Blechteile aus der Kiste greifen, nachts Kartons falten und CNC-Fräsmaschinen beschicken.
Andreas Reichert zeigt, was Physical AI in der Produktion heute wirklich kann.
Er hat den Laufroboter Spot von Boston Dynamics im laufenden Gebäudebetrieb erprobt, von 2019 bis 2021 im Programm des Herstellers. Heute baut er mit REAL GAIN eine Brancheninitiative für KI-Agenten im Immobilien- und Facility-Management auf.
Prof. Dr. Christian Schlicht zeigt, was Robotik außerhalb der Fabrikhalle leistet.
Seit 1989 arbeitet er als Maschinenbauingenieur an der digitalen Fertigung, unter anderem als Entwickler des mehrfach ausgezeichneten Assistenzsystems ValueFacturing®.
Johann Hofmann zeigt, wie Maschinen, Werkzeuge und Datensysteme zusammenspielen. Wer Roboter in die Halle holt, trifft genau auf diese Fragen.
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Themen unserer Robotik Speaker:
- Maschinen bedienen, nicht nur beliefern: Roboter beladen, entladen und bedienen Werkzeugmaschinen selbstständig.
- Die Aufgaben, mit denen es anfängt: Materialtransport, Logistik, Teile aufnehmen und ablegen, Maschinenbedienung.
- Beweglich statt festgeschraubt: Cobots stehen an einem Platz, Fahrerlose Transportsysteme fahren feste Wege. Humanoide wechseln die Station.
- Die Nachtschicht: Was in der Halle weiterläuft, wenn niemand mehr da ist.
- Warum ein Roboter langsamer lernt als ein Kind: Ein Kind braucht zwei Bilder, um eine Katze in der Salatschüssel zu verstehen. Ein Roboter liegt nach 1.000 Bildern noch daneben.
- Plausibel reicht in der Halle nicht: Ein Sprachmodell erzeugt wahrscheinliche Antworten. Eine Maschine muss sichere und nachvollziehbare Handlungen ausführen.
- Wann die Maschine abgibt: Wann fragt ein System nach, wann hält es an, wann übergibt es die Entscheidung an einen Menschen?
- Lernende KI mit festen Regeln: Die KI schreibt das Roboterprogramm beim Entwurf, ausgeführt wird fester Code. Jede Entscheidung bleibt protokolliert.
- Der Laufroboter im Einkaufszentrum: Spot von Boston Dynamics im Betrieb eines ECE-Centers, gemeinsam mit Reply.
- Warum ausgerechnet dort: Ein Shoppingcenter steckt voller Technik und hat hohe Frequenz. Das perfekte Labor.
- KI-Agenten für den Betrieb: Technische Analysen, Betriebsoptimierung, Planungsunterstützung, Kommunikation.
- Vom Bauplan zum laufenden Gebäude: Planungsdaten werden zum digitalen Zwilling im Betrieb.
- Die Drehscheibe zwischen Auftrag und Maschine: ValueFacturing verbindet das ERP-System mit der Halle und die Fertigungseinheiten untereinander.
- Daten im Sekundentakt: Eine Datenpumpe sammelt Rohdaten, erkennt Muster und ergänzt fehlende Angaben automatisch.
- Werkzeuge, Aufträge, Rüstprozess: Digitalisierter Werkzeugkreislauf, papierloser Fertigungsauftrag, Qualitätsfehler gegen NC-Programm und Maschinenkonfiguration auswerten.
- Roboter an die vorhandenen Systeme anschließen: Die Flottenebene hängt an MES, ERP und WMS. Ohne diese Anbindung bleibt der Roboter eine Insel.
- Neun Monate bis zum Regelbetrieb: Kick-off, Integration, Testphase, Validierung mit Sicherheitszertifizierung, Go-live.
- Automatisierung, die auch der Mittelstand bezahlen kann: Modularer Einsatz, geringe Anfangsinvestition.
- Wo Automatisierung heute scheitert: Starre Anlagen, feste Umgebungen, hohe Kosten. Roboter tun sich schwer, sobald sich etwas ändert.
- Maschine und Roboter im Paket: Maschinenbauer bündeln ihr Gerät mit vorgebauten Roboterprogrammen je Modell.
- Regeln ab Werk: VDA 5050, EU-Maschinenverordnung 2023/1230, Cyber Resilience Act.
- Was der AI Act verlangt: Bei risikoreichen Systemen unter anderem Robustheit, Protokollierbarkeit und menschliche Aufsicht.
- Nachvollziehbar statt Blackbox: Jede Aktion folgt einsehbarem Code, jede Entscheidung wird protokolliert.
- Erst simulieren, dann laufen lassen: Ein digitaler Zwilling prüft die Sicherheit, bevor der Roboter in der echten Halle startet.
- Europa, China, Amerika: Wo die Robotik wirklich steht, Region für Region.
- Hype und Wertschöpfung: Vom Rummel um humanoide Roboter zu den Systemen, die im industriellen Alltag Wert schaffen.
- Innovation auf deutsche Art: Warum Innovation hier anders funktioniert als im Silicon Valley.
- Produktionsstandort Deutschland: Den Mittelstand fit machen, damit Deutschland konkurrenzfähig bleibt.
Aus der Praxis
Wo Roboter heute schon arbeiten
Drei Beispiele aus dem laufenden Betrieb bei Kunden von Lunes Robotics, dem Unternehmen unseres Speakers Andreas Reichert.
Deutschland arbeitet längst mit Robotern
Auf 10.000 Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe kommen hier 449 Roboter. Im weltweiten Schnitt sind es 132. Nur Südkorea und Singapur liegen davor.
Quelle: International Federation of Robotics, World Robotics 2025, Zahlen für 2024.


Der nächste Sprung kommt aus der Software
Physical AI verschmilzt künstliche Intelligenz und Maschine. Ein Roboter fährt dann keine fest programmierte Bahn mehr ab. Er nimmt seine Umgebung wahr, entscheidet im Zusammenhang und kommt mit Abweichungen zurecht.
79 Prozent der Unternehmen arbeiten daran, 27 Prozent setzen um oder skalieren. 67 Prozent erwarten davon einen Wendepunkt in ihrer Branche. Als Treiber nennen 74 Prozent den Fachkräftemangel, 69 Prozent steigende Arbeitskosten. Quelle: Capgemini Research Institute, Physical AI, 2026, Befragung von 1.678 Führungskräften.
Was das bringt, zeigt ein gemessenes Beispiel: Boston Dynamics setzt seine Roboter gemeinsam mit FieldAI für Inspektion und Dokumentation ein. Der Zeitaufwand dafür sank um über 90 Prozent.


